Gastkommentar von Jürgen Kirchhoff
Musikalischer Frühschoppen am 2.8.2026
Die Sonne meinte es sehr gut mit den Veranstaltern, den Besuchern und der eingeladenen Band. Denn der „Planet“ strahlte aus allen Knopflöchern auf das Veranstaltungsgelände am alten Algermissener Wasserwerk. Dort hatte der im Jahre 2012 gegründete „Kulturbrunnen“, ein Verein, der sich der Förderung von Kunst und Kultur widmet, zum traditionellen „Frühschoppen“ eingeladen. Ab 11 Uhr füllte sich der Außenbereich am alten Wassertürmchen mit interessierten Besuchern, die dankbar waren für die angebotenen kühlen Getränke, aber auch für Bratwurst, Pommes und leckeren Kuchensorten zu Kaffee.
Als musikalischen Act hatte der „Kulturbrunnen“ die Sarstedter Rock-Coverband „Second Edition“ eingeladen. Im Jahr 2003 vom Gitarristen Bernd Riedel und dem Bassisten Andreas Blaut gegründet, sind neben den beiden Gründungsmitgliedern im aktuellen Line-Up Guido Brülls (Lead-Gitarre) und Robert Gottwald am Schlagzeug dabei sowie Sänger Vincent Sykosch aus Hildesheim. Für den Algermissener Guido Brülls war es quasi ein „Heimspiel“. Die Band tritt derzeit im klassischen Hard-Rock Format mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang auf.
Gespielt wurden Rock-Klassiker aus den 1970er, 80er und 90er Jahren wie Robert Palmers „Bad Case Of Lovin‘ You“, „Bad Moon Rising“ und „Proud Mary“ von CCR, Deep Purple’s „Smoke on The Water“, „One“ von U2, Johnny Cash’s „Personal Jesus“, „La Grange“ und „Tush“ von ZZ Top, „You Really Got Me“ von den Kinks, „Paranoid“ von Black Sabbath bis hin zu „Whiskey In The Jar“ in einer Metallica-Version – allesamt Titel von zart bis hart, oder von laut bis leise. Aber auch Neueres wie „The Emptiness Machine“ von Linking Park fand Einzug ins reichhaltige Repertoire von „Second Edition“.
Und vielleicht finden im kommenden Jahr zum nächsten Frühschoppen des „Kulturbrunnens“ ein paar Sonnenschirme den Weg auf das Veranstaltungsgelände…
Text: Jürgen Kirchhoff, Fotos: Martina Berge







Ein Sommerabend voller Musik, Begegnung und nordischer Leichtigkeit






alle Fotos: Matthias Wedemeyer







Text: Petra Schröter, alle Fotos: Matthias Wedemeyer




Am 18. April 2026 verwandelte die Band Ember Sea den Algermissener Kulturbrunnen in einen vibrierenden Klangraum – und das vor nahezu ausverkauftem Haus. Nur wenige Plätze blieben frei, als die fünf Musiker die Bühne betraten und sofort eine besondere Nähe zum Publikum herstellten.
Im Mittelpunkt stand Sängerin Eva Gerland, die mit ihrer kraftvollen, klaren Stimme mühelos den Raum füllte und das Publikum vom ersten Ton an mitnahm. Zwischen Metal‑Energie und emotionalen Momenten zeigte sie eine beeindruckende Bandbreite, die viele Gäste bereits zum zweiten oder dritten Mal in den Kulturbrunnen geführt hatte.
Ein besonders bewegender Moment des Abends galt Enrico Mirr, der die Band nach vielen gemeinsamen Jahren verlässt, um eigene Wege zu gehen. Die Band sprach offen über diesen Schritt – traurig, dankbar und voller Respekt. Die guten Wünsche an Enrico waren spürbar ehrlich und sorgten für einen stillen, intensiven Augenblick im ansonsten energiegeladenen Konzert.
Nach der Pause gab es dann einen weiteren besonderen Moment: Für einen treuen Fan, der an diesem Abend Geburtstag feierte, stimmte nicht nur die Band, sondern auch alle Gäste ein spontanes Geburtstagsständchen an.
Natürlich gehörten auch die kleinen Pannen dazu: Als der Cajón plötzlich den Geist aufgab, reparierte Enrico das Instrument kurzerhand selbst – ein sympathischer Moment, der das Publikum zum Schmunzeln brachte und die Nähe zwischen Band und Fans noch verstärkte.
Musikalisch bot Ember Sea einen Querschnitt durch ihre bisherigen Alben, ergänzt durch die aktuelle uptempo-Single `Ahab`. Die Stimmung im Saal war ausgelassen: Mitsingen, Schaukeln, Klatschen – alles war dabei. Die Fans wollten die Band kaum gehen lassen und erklatschten sich gleich drei Zugaben.
Zum Abschluss verriet die Band, dass sie gern wiederkommen möchte – dann allerdings nicht unplugged im Innenraum, sondern als voll aufgedrehte Metal‑Formation im Rahmen eines Gartenkonzerts, um ihr ganzes Klangvolumen entfalten zu können. Ein Versprechen, das viele im Publikum mit strahlenden Gesichtern quittierten.
Text: Petra Schröter, alle Fotos: Matthias Wedemeyer








Der Kulturbrunnen war bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Duo Unique Blend zu Gast war und das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch irische und schottische Klangwelten nahm. Der Abend bot eine abwechslungsreiche Mischung aus Instrumentalstücken und Gesang, durchzogen von zahlreichen Geschichten über die Entstehung der Melodien, die Hintergründe traditioneller Texte und die Menschen, die diese Musik über Generationen weitergetragen haben. Mit viel Charme und Humor beantworteten die Musiker sogar die oft gestellte Frage, was ein Schotte unter dem Rock trägt, was für herzhaftes Gelächter beim Publikum sorgte.
Viele der vorgetragenen Stücke waren lebhafte Polkas, die unweigerlich Lust aufs Tanzen machten. Doch aufgrund der räumlichen Gegebenheiten im Kulturbrunnen blieb es beim rhythmischen Mitwippen auf den Stühlen. Dafür bot das Duo einen besonders nahen Zugang zu seinen Instrumenten: Mandoline, Bodhrán und weitere traditionelle Klanggeber wurden nicht nur gespielt, sondern auch erklärt, so dass das Publikum einen lebendigen Einblick in die Vielfalt keltischer Musik erhielt.
Auf dem Programm standen bekannte Titel wie „Whisky in the Dark“ und der beschwingte Song zu „Mary’s Wedding“, ergänzt durch Frühlingslieder und sanfte Melodien, die beinahe als Gute Nacht Songs hätten durchgehen können. Die Bandbreite reichte von temperamentvoll bis zart, und das Publikum folgte aufmerksam jeder Stimmung. Am Ende wollte der Applaus kaum enden, und Unique Blend erfüllte die zahlreichen Zugabenwünsche mit spürbarer Freude. So klang ein atmosphärisch dichter, humorvoller und musikalisch reicher Abend aus, der den St. Patrick’s Day im Kulturbrunnen zu einem besonderen Erlebnis machte.
Text: Petra Schröter | Fotos: Matthias Wedemeyer



Table-Quiz im Kulturbrunnen begeistert Publikum


Der Kulturbrunnen war am 17. Januar 2026 bis auf den letzten Platz gefüllt, als am Samstagabend das dritte Table-Quiz stattfand. Unter dem Motto „Sieben auf einen Streich“ erwarteten die Teilnehmenden sieben Kategorien mit jeweils sieben Fragen. Moderator Tobi führte souverän, humorvoll, mit viel Charme und einem sicheren Gespür für den richtigen Moment durch den Abend und sorgte für eine lebendige, herzliche Atmosphäre.
Während Assistentin Kim in den Pausen die Ergebnisse auswertete, nutzte Tobi die Gelegenheit für zwei besondere Interviews: Lars Marcus, Gründungsmitglied des Kulturbrunnens, gab spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Vereins und technische Daten des Alten Wasserwerks. Anschließend stellte Petra Schröter erste Programmhöhepunkte für das 1. Halbjahr 2026 vor – ein Ausblick, der auf großes Interesse stieß.
Die Teams hatten sich mit ihren kreativen und humorvollen Teamnamen sichtlich Mühe gegeben und trugen damit ebenso zur Atmosphäre bei wie das liebevoll gestaltete Ambiente: weiße Tischdecken, kleine Tischlampen und ein einladendes Setting, das den Kulturbrunnen in ein warmes Quiz-Studio verwandelte.
Für zusätzliche Überraschungsmomente sorgte Moderator Tobi, der bei besonderen Antworten oder witzigen Einlagen spontan eine Flasche Sekt vergab. Eine Aktion, die für viele Lacher und gute Stimmung sorgte.
Am Ende des Abends standen zwei Ehrungen an, die unterschiedlicher kaum hätten sein können. Zuerst durfte das Siegerteam „Not, Sorge, Elend und Cholera“ jubeln, das mit 35 Punkten nicht nur den ersten Platz holte, sondern auch bewies, dass man mit einem Namen wie einer mittelalterlichen Krankheitschronik erstaunlich viel Wissen transportieren kann. Mit diesem Ergebnis lagen sie sechs Punkte vor dem Team „Der harte Kern“, das sich mit 29 Punkten tapfer, aber eben doch am anderen Ende der Tabelle wiederfand.
Und weil beim Table Quiz niemand mit leeren Händen nach Hause gehen soll, wurde erstmals auch das Schlusslicht ausgezeichnet: eine Laterne, liebevoll als „Schlusslicht“ überreicht — ein Preis, der garantiert nicht blendet, aber dafür umso mehr für Lacher sorgt.
Die Resonanz war eindeutig: Das Table-Quiz soll unbedingt fortgesetzt werden. Petra Schröter kündigte bereits ein Winter- und Weihnachtsspezial im Dezember an, das thematisch ganz im Zeichen der Adventszeit stehen wird. Viele Teams wollten sich den Termin am liebsten sofort sichern. Fest steht: Das Siegerteam und das Laternen-Team erhalten garantiert einen Platz.
Der Kulturbrunnen freut sich über die große Begeisterung und plant bereits die nächste Ausgabe dieses neuen Publikumslieblings.
Text/Fotos: Petra Schröter





